Ziele des Mobilitätsplan Zukunft

Die Ziele des Mobilitätsplan Zukunft wurden aus dem Leitbild der Stadtentwicklung entwickelt und durch weitere verkehrlich relevate Zielstellungen ergänzt. Insgesamt wurden für den MOPZ 15 Ziele definiert, die zu den folgenden fünf Oberzielen zusammenfasst wurden. An dieser Stelle konnten Sie vom 9.9. - 30.9. 2014 die Oberziele bewerten und ergänzen. Hier finden Sie einen Überblick über alle ergänzten Ziele.

Eine sehr gute Einbindung in die überregionalen und regionalen Verkehrsnetze ist eine wichtige Voraussetzung für eine weitere dynamische Entwicklung von Stadt, Wirtschaft und Tourismus. Für die Sicherung der Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen und der Wirtschaft ist die ausgewogene Erreichbarkeit aller Stadtteile mit dem Kfz-Verkehr und den Verkehrsmitteln des Umweltverbundes essenziell.

Wie wichtig ist Ihnen dieses Oberziel?:
4.208335
Durchschnitt: 4.2 (24 Stimmen)

Zur Sicherung der langfristigen finanziellen Handlungsfähigkeit ist es erforderlich, unnötige Infrastrukturerweiterungen zu vermeiden und stattdessen die vorhandenen Netze zu erhalten und (verkehrsmittelübergreifend) optimal zu nutzen. Dazu dienen insbesondere Maßnahmen des Verkehrssystemmanagements.

Wie wichtig ist Ihnen dieses Oberziel?:
4.27778
Durchschnitt: 4.3 (18 Stimmen)

Dieses Ziel ist vor allem mit folgenden Ansätzen zu erreichen:
1. Vermeidung unnötiger Verkehre, insbesondere durch optimale Stadtstrukturen - optimale Nutzungsmischungen der Quartiere tragen zur „Stadt der kurzen Wege“ bei.
2. Anstreben eines hohen Anteils umweltfreundlicher Verkehrsmittel
3. größtmögliche Reduktion der negativen Wirkungen des verbleibenden Verkehrs

Wie wichtig ist Ihnen dieses Oberziel?:
4.57143
Durchschnitt: 4.6 (21 Stimmen)

Mobilitätsstile und technische Möglichkeiten sind einer dynamischen Entwicklung unterworfen. Im Rahmen des MOPZ Rostock sollen aus heutiger Sicht wichtige Entwicklungen identifiziert und besonders gefördert werden. Monitoring- und Evaluierungsprozesse tragen zum frühzeitigen Erkennen relevanter Entwicklungen bei und stärken den Prozesscharakter der Verkehrsentwicklungsplanung.

Wie wichtig ist Ihnen dieses Oberziel?:
3.2
Durchschnitt: 3.2 (20 Stimmen)

Um einen weitgehend gerechten und dauerhaften Interessen- und Lastenausgleich bei der Entwicklung der Konzepte, der Planung von Einzelmaßnahmen und dem dauerhaften Betrieb der Infrastrukturen herbeizuführen, sind Mitwirkung und Partizipation von Bevölkerung. Akteuren und Interessenverbänden unverzichtbare Planungsinstrumente.

Wie wichtig ist Ihnen dieses Oberziel?:
4.1
Durchschnitt: 4.1 (20 Stimmen)

Ergänzte Ziele im Überblick:

tstorm am Dienstag, 30. September 2014 - 12:31

Hier ist Rostock leider noch extrem fahrradunfreundlich: Straßenbeläge für Autos werden ohne Not

Simone Witzel am Dienstag, 23. September 2014 - 11:17

In einen vorherigen Beitrag wurde schon eine Mobilitätskarte vorgeschlagen, die darüber hinaus al

Scipio am Donnerstag, 11. September 2014 - 12:24

Für benutzungspflichtige Radwege sind bestimmte bauliche Vorgaben zu erfüllen:

Szenarien zur verkehrlichen Entwicklung

Der Mobilitätsplan Zukunft legt für 10 bis 15 Jahre die wichtigsten Ziele für den Verkehr in Rostock fest. Um ein erstes Bild zu schaffen, welche Folgen mögliche Maßnahmen hätten, wurden zwei sogenannte Szenarien entwickelt. Diese konnten Sie vom 9.9. - 30.9.2014 an dieser Stelle kommentieren.

Hier finden Sie einen Überblick über alle Diskussionsbeiträge zu den Szenarien.

A) Schwerpunkt intensive Infrastrukturentwicklung

Untersuchung der verkehrlichen Entwicklung Rostocks bei einer weiteren intensiven Infrastrukturentwicklung der Straßen und des ÖPNV. Im Straßen- und Schienennetz werden große Infrastrukturvorhaben realisiert.
Die Bevölkerungsentwicklung bleibt auch in den kommenden Jahren stabil. Die Verkehrsmittelwahl der relevanten Personengruppen wird sich gegenüber dem heutigen Zustand nicht wesentlich ändern. Der Anteil des Umweltverbundes bleibt in Summe etwa konstant.

Motorisierter Straßenverkehr (einschließlich Wirtschafts- und Güterverkehr): 

Abbau von Engpässen im Straßennetz und Entlastung der Innenstadt durch Infrastrukturmaßnahmen, z.B.
• Ausbau und Ergänzung Südring mit östlicher und westlicher Tangente oder
• Anbindung Fischereihafen an Hamb. Straße (Überführung Schwarzer Weg)
• Leistungsfähigkeitssteigernde Ausbauten an Knotenpunkten

SPNV / ÖPNV: 

Infrastrukturerweiterungen ergänzen das heutige Netz, z.B.
• Stadtbahn zum Seehafen (Fährterminal)
• Straßenbahnring Südblick - Neuer Friedhof
• Umgestaltung Bahnhof Warnemünde

Fuß- und Radverkehr: 

Wichtigste Maßnahme ist eine Fußgänger- und Radbrücke über die Unterwarnow. Ansonsten wird das Radverkehrsnetz abschnittweise ergänzt, ohne jedoch völlig neue Qualitäten zu schaffen. Anlagen für den Fußverkehr werden sukzessive entsprechend den Bedürfnissen ausgebaut.

Mobilitätsmanagement und Steuerung der Verkehrssysteme: 

Die vorhandene Steuerungstechnik wird schrittweise erweitert und wo erforderlich erneuert. Verkehrsmittelübergreifende moderne Strategien finden noch keine umfassende Anwendung.

B) Schwerpunkt Mobilitätsmanagenent

Untersuchung der verkehrlichen Entwicklung Rostocks bei einer Schwerpunktsetzung auf Mobilitätsmanagement und einer effektiven Nutzung der vorhandenen Infrastruktur. Es werden punktuelle Maßnahmen im Straßen- oder Schienennetz umgesetzt.
Die Bevölkerungsentwicklung bleibt auch in den kommenden Jahren stabil.
Ziel ist es, die Verkehrsmittelwahl um 5% zugunsten des Umweltverbundes zu beeinflussen.

Motorisierter Straßenverkehr (einschließlich Wirtschafts- und Güterverkehr): 

Zentrale Maßnahme ist die Senkung/ Beseitigung der Maut zur Nutzung des Warnowtunnels, was zur Entlastung der Innenstadt beitragen soll. Darüber hinaus werden nur punktuelle Maßnahmen mit geringem baulich-finanziellen Umfang umgesetzt, ohne die Kapazität des Gesamtnetzes zu erhöhen. Ausnahmen sind Anbindungen neuer Wohn- oder Gewerbegebiete und der weitere Ausbau von Kreisverkehren.

SPNV / ÖPNV: 

Infrastrukturelle Maßnahmen beschränken sich auf den Ausbau/ Neubau von Verknüpfungspunkten (z.B. Riekdahl, Höhe Zoo/ Stadtweide und Unicampus Südstadt) und die Stärkung von P+R. Neue Stadtbahnstrecken werden nicht vorgesehen. Hinzu kommen Verbesserungen im ÖPNV-Angebot, z.B. Buserschließung Fischereihafen, Campus-Buslinie, Pendelverkehr über die Unterwarnow etc.

Fuß- und Radverkehr: 

Fuß- und Radverkehr erhalten im Szenario B eine besondere Förderung. Dies beinhaltet z.B. Radschnellwege, den Bau von Fahrradstationen (Bahnhof, Zentrum, Uni), bessere Mitnahmemöglichkeiten im ÖPNV, ein alltagstaugliches Radverleihsystem, etc. Im Fußverkehr stehen der Abbau von Barrierewirkungen an Hauptverkehrsstraßen (z.B. zusätzliche Fußgängerquerungen Am Strande, Warnowufer, Hamburger Str. etc.) und die Aufwertung der Achsen zum Zentrum im Vordergrund.

Mobilitätsmanagement und Steuerung der Verkehrssysteme: 

Umfassende Umsetzung moderner Strategien des Mobilitäts- und Verkehrssystemmanagements durch:
• Ausweitung der Informationssysteme
• stärkere Bevorrechtigung und Beschleunigung des ÖPNV in Abhängigkeit der Fahrplanlage
• betriebliches Mobilitätsmanagement
• Betrieb einer Mobilitätszentrale
• Förderung innovativer Mobilität (e-mobility, CarSharing etc.)
• modernste Steuerungstechnik und -verfahren
• stärkere Berücksichtigung verkehrsmittelübergreifender Ansätze
• Konsequentes Parkraummanagement im Stadtzentrum
• City-Logistik (Altstadt und Warnemünde)

Hier geht’s direkt zur Diskussion der Szenarien

Welches Szenario unterstützen Sie ?

Szenario B
55% (30 Stimmen)
Eine Mischung aus beiden Szenarien
33% (18 Stimmen)
Szenario A
11% (6 Stimmen)
Stimmen gesamt: 54

Alle Hinweise zu Szenarien im Überblick

Herzlich Willkommen zum Dialog!

Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion und sind gespannt auf Ihre Anregungen und Hinweise dazu, wie sich der Verkehr in Rostock in den nächsten Jahren entwickeln soll!

Ergänzung des grünen Szenariums durch Entlastung der Innenstadt

Einzelne Vorschläge aus den jeweiligen Szenarien schließen sich ja nicht zwingend aus.

Mehrere Ideen / Vorschlaege

1.) Zum Thema Fahrrad und "bessere Mitnahmemöglichkeiten im ÖPNV" - dies sollte sich aber insbesondere auf den Bereich S-Bahn und weitere Entfernungen (z.B.

Fahrradverkehr

Eine Fußgänger- und Radbrücke über die Unterwarnow wäre hier auch sehr passend.

Umsteige Knotenpunkte S-Bahn, Straßenbagn, Bus im Nordosten

Für den Fall des Ausbaus der S-Bahn zum Seehafen (Fährterminal) sollten Umsteige Knotenpunkte z.B.

Konsequentes und durchgängiges Radverkehrskonzept

Zum Erreichen konkreter Ziele innerhalb der Stadt sollte ein durchgängiges (!) Radverkehrskonzept (ohne Absteigen oder Verweise auf Gehwege) umgesetzt werden.

Erreichbarkeit wichtiger Standorte mit dem Fahrrad

Um den Radverkehr auf der Straße und den dortigen Radwegen zu stärken ist die sichere (!) Erreichbarkeit wichtiger Standorte (Universitätsgebäude, Mensen, Geschäfte) von der Straße bzw.

Orientierung an Kopenhagen

.. eine Stadt in der in 2012 50 % der Einwohner mit dem Rad zur Arbeit fahren, sogar 37 % der Pendler.

Überfällige Umsetzung der bereits ausformulierten Ziele

Prioritätensetzung:
1. Umweltverbund (ÖPNV, Radverkehr etc.)
2. Wirtschaftsverkehr
3. motorisierter Individualverkehr

Fortsetzung - Überfällige Umsetzung der bereits ausformulierten Ziele

*Mischverkehr Fußgänger/ Radfahrer ist aus Gründen der Verkehrssicherheit und per Selbstverpflichtung zu vermeiden - und findet in der Praxis flächendeckend konsequent statt.

Fahrradwege weg von den Hauptverkehrsstraßen

Beispiel: Dethardingerstraße

Netzdichte ÖPNV

Die Abstaände zu den Haltestellen sind schlicht zu weit, das wurde bereits vor geraumer Zeit festgestellt

Zwei-Richtungs-Radwege abschaffen!

Mir sind mehrere Fäle bekannt, in denen Radfahrer (bevorrechtigt) von Autofahrern umgefahren wurden, weil sie 'aus der falschen Richtung' komment nicht beachtet wurden.

Kombinieren der organisatorischen Verbesserung der Mobilität mit Ausbau des öfentlichen Nahverkehrs

Die beiden Szenarien sind willkürlich zusammengestellt. Wieso müssen Straßenverkehr und Ausbau des Straßenbahnnetzes im selben Szenario stattfinden.

Kostenloser Nahverkehr für Einwohner

Mit einem kostenlosen Nahverkehr in Rostock könnten mehr Bürger dazu bewegt werden, ihr Auto stehen zu lassen und öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Kreisverkehre in beiden Konzepten

Kreisverkehre sind generell einer traditionellen Kreuzung mit Ampel vorzuziehen. Sie haben quasi nur Vorteile, wenn man mal vom Baupreis und dem beanspruchten Platz absieht.

Stadtbahn zum Seehafen (Fährterminal)

Ist das ein mit großem baulichen Aufwand zu realisierendes Projekt?

Tunnelmaut abschaffen?

Wird der Verzicht auf die Maut wirklich so viel bringen? Ausgangspunkt Nordwesten, Ziel Seehafen: Der Zeitvorteil durch den Tunnel ist so groß, dass i.d.R. die Maut in Kauf genommen wird.

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